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UMGANG MIT DISKRIMINIERUNG UND HASSREDE IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Wir erleben derzeit in ganz Europa eine starke Zunahme von diskriminierender Sprache und Hassrede (Hate Speech) im medialen Diskurs, in den sozialen Medien und in der parlamentarischen Politik - die Straßen, Mauern, Gebäude und Parks unserer Städte bilden da leider keine Ausnahme. Uns begegnen viele Beispiele in den Graffiti, Schriftzügen, Stickern und Plakaten, die unsere öffentlichen Räume "schmücken". Das primäre Ziel dieses Hasses, des Othering, der negativen Stereotypisierung und Stigmatisierung sind marginalisierte Gruppen wie die LGBTQIA+ Community, Asylsuchende und Immigrant*innen, People of Color und Muslima, um nur einige zu nennen.

Wir sind uns bewusst, dass die Existenz von Hassrede im Besonderen und die Diskriminierung marginalisierter Gruppen im Allgemeinen tief in Ideologien und Unterdrückungssystemen wie Rassismus, Patriarchat, Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Homophobie und Nationalismus verwurzelt ist. Wir halten es daher für entscheidend, uns mit Mitteln und Wissen auszustatten, die es uns ermöglichen, uns eine alternative Perspektive auf die Welt vorzustellen, die auf dem Schutz der Menschenrechte, der internationalen Zusammenarbeit, der interkulturellen Koexistenz und der Achtung von Unterschieden und Vielfalt beruht.

Wir stellen hier eine Online-Karte der DekontRamination vor, einen Ort, an dem Vorfälle von öffentlicher Hassrede gegen marginalisierte Gruppen dokumentiert werden können. Dies ermöglicht eine Beobachtung der Entwicklungen auf der Straße und schafft gleichzeitig einen konkreten Ansatzpunkt für den Widerstand gegen diesen Hass.

UMGANG MIT DISKRIMINIERUNG UND HASSREDE IM ÖFFENTLICHEN RAUM

ÜBER DAS PROJEKT

Das Projekt DekontRamination begann erstmals 2013 als Teil der Arbeit der Initiative Appareo. Diese Initiative wurde zusammen mit der Online-Karte zur Dokumentation von Hass und diskriminierender Sprache von der "No Hate"-Kampagne des Europarates als Good Practice anerkannt. Jetzt arbeitet die Ljubljana Pride Association zusammen mit INAR, Irland und Loesje Berlin, Deutschland an einer Wiederbelebung des Projekts, da uns auffällt, dass sich seit der Entstehung des Projekts in 2013 nicht viel im Umgang mit Hassrede geändert hat.

 

Wie kannst du mitmachen?

Mach mit uns einen Spaziergang auf den Spuren von StreetArt, Guerilla-Aktivismus und dem gesprayten Wort.

Sei konträr und dekontRaminiere Hass! Mit deiner Hilfe können wir die hasserfüllten und diskriminierenden Graffiti und Schriftzüge dokumentieren, indem du sie in die Karte der DekontRamination einträgst und damit Aufmerksamkeit auf die Hassreden und diskriminierende Sprache lenkst, die unsere Straßen einnehmen.

Aber sei auch konstruktiv! Arbeite daran, positive, kreative und proaktive Botschaften und emanzipatorische Rede zu verbreiten.

Wenn dir folgendes begegnet…

  • hasserfüllte Graffiti oder Schriftzüge,
  • neutralisierte oder dekontraminierte Hassrede oder diskriminierende Äußerungen,
  • … mach ein Foto und schick es zusammen mit dem Standort und allen weiteren Informationen an deutschland@decontramination.org.

Jeder Beitrag zur Kartierung dieser Kultur auf unseren Straßen ist extrem willkommen und erwünscht!

ÜBER DAS PROJEKT

KARTE DER DECONTRAMINATION

SCHICK UNS DIE PHOTO VON DEM GRAFFITI